Das alte Feuerwehrgerätehaus in Giesendorf hat seine Belastungsgrenze erreicht. Die Garage reicht nur sehr knapp für die vorhandenen Fahrzeuge, für das vor zwei Jahren angeschaffte neue Löschfahrzeug musste die Toreinfahrt erhöht werden, der Nachbar gegenüber stellte der Stadt ein Stück seines Grundstücks zur Verfügung, damit die Wehrleute die Fahrzeuge überhaupt aus der Einfahrt fahren können. Die Spinde stehen in der Fahrzeughalle, da ist das Umziehen bei den Abgasen, die solche Fahrzeuge produzieren, keine Freude, Sozialräume sind nur rudimentär vorhanden, Duschen fehlen ganz. „Wir sind froh, dass hier bald Abhilfe geschaffen wird" stellte der stellvertretende Einheitsführer Giesendorf, Frank Lorenz, fest.

Nun ist es bald soweit, nach Heppendorf (2003), Berrendorf (2006), Tollhausen (2009), Niederembt (2012) und Oberembt (2014) soll auch Giesendorf ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen, der erste Spatenstich hierfür wurde am vergangenen Montag bereits getan. „Die Stadt Elsdorf errichtet in allen Stadtteilen neue Feuerwehrgerätehäuser, um dem technischen Fortschritt der Ausrüstung und den gestiegenen Anforderungen an die Sozialräume Rechnung zu tragen" betonte Bürgermeister Wilfried Effertz bei dieser Gelegenheit. Nur Grouven muss noch auf eine Erneuerung der Räumlichkeiten warten, hier sei bisher noch kein geeignetes Grundstück gefunden.

Wenn das Feuerwehrgerätehaus in Giesendorf im November 2016 fertig gestellt sein wird, wird es Platz für drei Feuerwehrfahrzeuge bieten mit Abgasabsaugung und Druckluftversorgung und einen PKW. Umkleide- und Sanitärbereiche stehen dann für 40 Feuerwehrleute zur Verfügung (15 davon für Frauen) und neben einem Schulungsraum für 40 Personen wird es eine Küche, ein Büro und einen Technikraum geben. Die Löschgruppe in Giesendorf zählt zurzeit insgesamt ca. 53 Mitglieder, davon 28 aktive Feuerwehrleute, und 15 Mitglieder Jugendfeuerwehr.

Besonderheiten bei der Bauweise sind die 6 bis 14 Meter tiefen Pfahlgründungen, denn eine Mülldeponie, die vor vielen Jahren an dieser Stelle war, hat schwierige Bodenverhältnisse hinterlassen. Die Bauleitung liegt wieder in der Hand von Dipl.-Ing Daniela Abou Zeid, die auch den Entwurf erstellt hat. (vmos)