Von Melanie Nicolai, 23.08.11, 07:00h

Insgesamt sieben Menschen im Alter von sechs bis 62 Jahren wurden bei einem Brand am Montag leicht verletzt. Sechs von ihnen mussten ins Krankenhaus. In einem Kellerraum eines dreigeschossigen Mehrfamilienhaus war am Morgen ein Feuer ausgebrochen.

Brand Kenten
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Durch die starke Rauchentwicklung gestaltete sich die Brandbekämpfung schwierig. Die Einsatzkräfte konnten zunächst nur von außen durch die Kellerschächte löschen. (Foto: Nicolai)
BERGHEIM-KENTEN - Insgesamt sieben Menschen im Alter von sechs bis 62 Jahren wurden bei einem Brand am Montag leicht verletzt. Sechs von ihnen mussten ins Krankenhaus. In einem Kellerraum eines dreigeschossigen Mehrfamilienhaus auf der Straße Kentener Heide war am Morgen ein Feuer ausgebrochen.

Der Hausmeister hatte gegen 8.30 Uhr starken Rauch im Treppenhaus bemerkt. Die Feuerwehr wurde um 8.43 Uhr alarmiert. Schon drei Minuten später war der erste Löschzug vor Ort. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte quoll schwarzer Rauch aus den Kellerschächten des in U-Form gebauten Wohnblocks. Dichte Schwaden lagen zeitweise auch über der Straße. Wegen der starken Rauchentwicklung leitete die Feuerwehr zeitgleich mit der Brandbekämpfung die Evakuierung ein.

Insgesamt befreite die Feuerwehr 40 Bewohner aus dem Haus. Dies geschah mit Hilfe von Drehleitern. Einige führten sie jedoch auch mit Rettungsmasken durch das Treppenhaus ins Freie. Nachbarhäuser wurden ebenfalls evakuiert.

Der Rettungsdienst hatte eine Sammelstelle mit Zelt eingerichtet. Dort untersuchten drei Notärzte die Bewohner. Fünf erlitten eine leichte Rauchvergiftung. Vier von ihnen mussten ins Krankenhaus. Die übrigen 35 Bewohner blieben unverletzt. Jedoch wurden auch zwei Feuerwehrleute mit leichter Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich für die Einsatzkräfte schwierig. Wegen der extremen Rauchentwicklung und der großen Hitze konnten sie sich trotz Schutzkleidung und Atemschutzgeräten lange Zeit nicht dem Brandherd nähern. Im stark verwinkelten Keller war die Lage unübersichtlich. So konnten die Einsatzkräfte zunächst nur von außen durch die Kellerschächte sowie von einem sicheren Punkt im Kellerbereich aus löschen. Im Abstand von rund 20 Minuten mussten die Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz abgelöst werden. So waren mehr als 60 Feuerwehrleute unter Atemschutz im Einsatz. Erst am Nachmittag war das Feuer unter Kontrolle, und erst dann war auch der Lagerraum, in dem das Feuer ausgebrochen war, betretbar.

Sämtliche Wohnungen des Hauses sind durch den Brand stark verraucht. Die Bewohner sind nun in einem nahe gelegenen Gebäude der Stadtwerke untergebracht und werden vom Ordnungsamt betreut. Auch Bürgermeisterin Maria Pfordt machte sich ein Bild von der Lage. Ob und wann die Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren können, war am Montagnachmittag noch unklar.

Im Einsatz waren die hauptamtliche Wache sowie die Löschzüge Bergheim, Thorr und Quadrath-Ichendorf. Insgesamt arbeiteten 132 Feuerwehrleute. Vor Ort waren außerdem sechs Rettungswagen und insgesamt 18 Kräfte des Rettungsdienstes. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf und bittet Zeugen, die Hinweise zur Brandursache geben können, sich beim Kriminalkommissariat 11 unter der Nummer (0 22 33) 5 20 zu melden.

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