Rauch dringt aus einem Fenster im ersten Stock des Schulzentrums an der Gladbacher Straße, ein Signal-Ton erschallt durch das ganze Schulgebäude, Schüler und Lehrer verlassen die Schule und versammeln sich auf dem Schulhof. Brennt die Schule? Nein, die Schule brannte nicht an diesem Dienstag gegen 12 Uhr, es handelte sich um eine Feuerschutz-Übung unter Realbedingungen.

Stadtbrandinspektor Wolfgang Lorenz und sein Stellvertreter Rudolf Niephaus waren deshalb vor der Alarmauslösung vor Ort, hatten für die (ungefährliche) Rauchentwicklung gesorgt und telefonisch Alarm ausgelöst. Außer der Sicherheitsbeauftragten, die diese Übung bei der Feuerwehr angeregt hatte, ahnte niemand im Schulgebäude, dass es sich um eine Übung handelte. Zwar lärmend, aber doch zügig und einigermaßen geordnet versammelten sich die Schüler der Realschule und der Hauptschule mit ihren Lehrern auf dem Schulhof bzw. neben der Sporthalle und die Lehrer begannen unverzüglich, anhand der Klassenbücher die Zahl der an diesem Tag anwesenden Schüler mit der Zahl der auf dem Schulhof versammelten zu vergleichen. Sieben Minuten, nachdem der Alarm ausgelöst worden war, rückten die ersten Einsatzfahrzeuge an. Auch die Einsatzkräfte der Löschgruppen Elsdorf, Giesendorf, Niederembt und Oberembt-Tollhausen wussten noch nicht, dass es kein wirklicher Notfall war. Eine Schlauchleitung zur Wasserversorgung wurde verlegt, ein Trupp ging unter Atemschutz in das Gebäude. Nach 12 Minuten meldete die Sicherheitsbeauftragte am Einsatzleitfahrzeug: „Die Schule ist geräumt, alle Schüler sind auf dem vorgesehenen Stellplatz versammelt!“ Der Schulleiter der Realschule kam nach etwa 20 Minuten hinzu und überreichte dem Einsatzleiter eine genaue Aufstellung der Schülerzahlen der einzelnen Klassen, es fehle niemand am Stellplatz, meldete er. Ein Trupp der Feuerwehr durchsuchte zur Kontrolle trotzdem das gesamte Schulgebäude nach zurückgebliebenen Personen.

Insgesamt acht Fahrzeuge der Feuerwehren waren inzwischen angerückt, der eintreffende Schulbus musste umdirigiert werden. „Wenn der Alarm zu einer Zeit ausgelöst würde, wenn hier mehrere Schulbusse stehen, haben wir ein Problem!“ stellte Niephaus fest. Inzwischen wußte jeder, dass es sich um keinen tatsächlichen Brand handelt, die Schule konnte wieder betreten werden. „Ich bin mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden!“ kommentierte Lorenz den Ablauf und insbesondere die Zeit die bis zum Erscheinen der ersten Einsatzkräfte vor Ort.

(mos)

 

 

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