Elsdorf-Giesendorf: In Giesendorf heulen noch die Sirenen, wenn es für die Feuerwehrleute gilt, Menschenleben zu retten, so auch am Nachmittag des Feuerwehrfestes. "So detailgetreu wie möglich" inszeniere man die Übung der Jungfeuerwehrleute, sagte Löschgruppenführer Oliver Drof.

Dann hieß es für die 15 Jugendlichen, möglichst schnell auszurücken, Schläuche auszuwerfen und "Wasser Marsch". Schnell hatten sie auf der Etzweilerstraße eine Wasserwand installiert und rückten einem imaginären Brand beherzt mit massivem Löschangriff zu Leibe. Feuerwehrautosammler Dennis Brettschneider brachte sogar eine seiner Drehleitern für die Übung der Jugendlichen in Stellung. Der Ernstfall, der seit Wochen hart erprobt worden war, verwandelte sich auf ein Zeichen der Jugendwartin Sabrina Nickel, für die Zuschauer jedoch unvermittelt in eine spritzige Wasserschlacht. Die Jungen und Mädchen richteten den Wasserstrahl aufeinander. Ungeachtet der Tatsache, dass sie selbst bis auf die Haut durchnässt waren, zeigten sich die Mädchen Samira Berg und Sara Kurth als Siegerinnen: "Wir haben die anderen ganz schön nass gemacht." Der Ordnung halber meldete Jungfeuerwehrmann Daniel Schulz dem Löschgruppenführer Oliver Drof noch "Feuer aus".

"Spass muss sein" sagte Jugendwartin Nickel, mit dröger Technik allein lasse sich kein Jugendlicher für die Feuerwehr gewinnen. Sie spreche aus Erfahrung, als "erste Frau" des Löschzuges sei sie selbst aus der Jugendfeuerwehr zum Stamm der Aktiven gekommen, freilich sei sie "familiär belastet", schon der Großvater und der Vater seien Feuerwehrleute gewesen. Und nach einem heißen Tag in langen Feuerwehrhosen hätten sich die Jungfeuerwehrleute um die "Freigabe" der Abkühlung gebeten. Der Erlös des Festes, das im Ort laut Drof zur "absoluten Tradition" gehört, soll den jungen Leuten zugute kommen.

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Fotos: Feuerwehr Giesendorf