Von Gregor Ritter, 27.04.11, 07:00h

Für 156 Wehrleute aus dem Rhein-Erft-Kreis begann der Dienstag noch vor dem Morgengrauen: Sie machten sich auf den Weg nach Belgien, um bei der Bekämpfung ausgebrochenen Großbrands im Hohen Venn Unterstützung zu leisten.

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Das Feuer frisst sich unaufhaltsam weiter. Ein Großbrand hat rund ein Fünftel
des bedeutenden Naturschutzgebietes Hohes Venn bei Aachen vernichtet. (Bild: Hilgers)
Rhein-Erft - Für 156 Wehrleute aus dem Rhein-Erft-Kreis begann der Dienstag noch vor dem Morgengrauen. Nachdem um 3 Uhr die Bereitschaft 3 der Bezirksabteilung Köln alarmiert worden war, machten sich die regionalen Kräfte gegen 6.30 Uhr auf den Weg nach Belgien, um bei der Bekämpfug des Montagnachmittag ausgebrochenen Großbrands im Hohen Venn Unterstützung zu leisten.

Auf mehrere Quadratkilometer hatte sich das Feuer in dem Naturpark zu dieser Zeit bereits ausgebreitet, es gilt als der größte Brand seit 60 Jahren.

Martin Schmitz, Ordnungsdezernent des Rhein-Erft-Kreises, sagte, es handele sich um eine normale überörtliche Hilfe, wie sie beispielsweise auch geleistet worden sei, als das Kölner Stadtarchiv im März vor zwei Jahren einstürzte.

Von höchstens acht bis zehn Stunden Einsatzzeit ging Schmitz am gestrigen Morgen für die Kräfte aus dem Rhein-Erft-Kreis aus. Schließlich seien auch Freiwillige Wehrleute unter den Teileinheiten, die sich aus allen Feuerwehren des Rhein-Erft-Kreises, der Leitstelle und dem Deutschen Roten Kreuz zusammensetzten. Mit 26 Fahrzeugen waren die Helfer Richtung Belgien gestartet. Sie sollten bis dahin eingesetzte Feuerwehrleute aus Aachen ablösen, wie der Ordnungsdezernent berichtete.

Einsatzkräfte kehrten am Nachmittag zurück

Dazu kam es allerdings nicht. Zwar trafen die Feuerwehrleute vor Ort ein und bereiteten sich auch für den Einsatz vor, kurz darauf jedoch gab die Einsatzleitung Entwarnung.

Die Erkundung des betroffenen Gebiets per Hubschrauber habe gezeigt, dass sich die Flammen in geringerem Maße ausgedehnt hätten als zunächst befürchtet worden sei, berichtete Dezernent Schmitz am Nachmittag. So traten die Hilfskräfte unverrichteter Dinge die Heimreise an und waren gestern Nachmittag von ihrem langen „Ausflug“ wieder zurück.

Rund 1000 Hektar in dem Moorgebiet des Hohen Venns sollen durch den Brand vernichtet worden sein, hieß es gestern.

 

Bild 1 u. 3 (Hilgers); Bild 2 (dpa)

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